Ausleitung

Ausleitungsverfahren beinhalten verschiedene naturheilkundliche Therapie-methoden, die auf Basis der sog. Säftelehre angewendet werden.

Zu diesen Therapiemethoden gehören u.a.:

  • Ableitung über Nieren und Darm
  • Aderlass
  • Blutegelbehandlung
  • Baunscheidtieren
  • Cantharidenpflasterbehandlung
  • Schröpfkopfbehandlung (“blutig” und “trocken”

Das gemeinsame Ziel der Ausleitungsverfahren ist das Anfachen der Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper, um somit einen Heilungsprozess in Gang zu setzen.

Dieser Therapieansatz basiert auf der sog. Humoralpathologie (Säftelehre). Demnach entwickeln sich Krankheiten vorwiegend aufgrund einer nicht optimalen Zusammensetzung der Körpersäfte (Blut, Lymphe, Galle, Schleim) – Dyskrasie genannt. Mit den Ausleitungsverfahren wird therapeutisch auf die Körpersäfte eingewirkt.

Ein bekannter Vertreter dieser Therapiemethoden war der Wiener Arzt Bernhard Aschner (1883-1960).Ihm zu Ehren bezeichnet man heute die Ausleitungsverfahren auch als Aschner-Methoden.

HeilpraktikerInnen setzen diese nebenwirkungsarmen Therapien seit Generationen erfolgreich und zur Zufriedenheit der Patienten ein.

Kinesiologie:

Kinesiologie bedeutet ursprünglich Lehre von der Bewegung. Bewegung stellt eine elementare Ausdrucksform alles Lebendigen dar, in der sich jede körperliche und seelische Empfindung widerspiegelt, sowohl in der äußeren Körperbewegung als auch in der autonomen Bewegung im Körperinneren wie der Atmung, der Verdauung oder des Blutkreislaufs. Diese Beweglichkeit im weitesten Sinne ermöglicht den ungehinderten Fluss der Lebensenergie, ihr Aufhören bedeutet Stillstand und Tod. Die Kinesiologie arbeitet mit der „Bewegungsenergie” mit dem Ziel, Blockierungen zu erkennen und durch sanfte, individuell angepasste Methoden zu lösen.

Ihre Anfänge liegen in den 60er Jahren, als der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart auf der Basis der Akupunkturlehre und des Wissens um die Energieleitbahnen (Meridiane) erkannte, dass ein Zusammenhang zwischen spezifischen Muskeln, Meridianen und Organen sowie seelischen Zuständen besteht. Er beobachtete, dass über die Überprüfung der Muskulatur, genauer gesagt ihres Spannungszustandes, Rückschlüsse auf die körperliche und seelische Befindlichkeit des Patienten gezogen werden können. Er entwickelte daraus ein Muskeltestverfahren, das auf folgender Erkenntnis beruht: Der Organismus ist in einem ständigen Kommunikationsprozess mit der Umwelt, im Geben und Nehmen, im Agieren und Reagieren und befindet sich so in einem stets neu zu erringenden, lebendigen Fließgleichgewicht, das durch das individuelle Maß jedes Menschen bestimmt wird. Auf äußere und innere Reize reagiert er mit dem Bemühen, sein Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Gelingt ihm diese Regulation nicht, entsteht Stress, der eine Änderung der Muskelspannung bewirkt und damit testbar wird. Die auslösenden Reize können nun von ganz verschiedener Art sein, substanziell (z.B. Nahrungsmittel, Medikamente, Toxine), energetisch (elektromagnetische Felder, Strahlung usw.) aber auch seelisch-geistiger Natur (wie Gedanken, Gefühle und Erlebnisse). Die Methode des Muskeltestes wurde in der weiteren Entwicklung von anderen Disziplinen aufgegriffen und nutzbar gemacht, so dass es heute eine Vielzahl von Anwendungsbereichen gibt. z.B. in der Medizin, der Psychologie und der Pädagogik.